{"id":1213,"date":"2016-05-27T07:03:20","date_gmt":"2016-05-27T07:03:20","guid":{"rendered":"http:\/\/pookerart.de\/kunstblog\/?p=1213"},"modified":"2024-12-23T10:38:10","modified_gmt":"2024-12-23T10:38:10","slug":"museumskunst-verwaltet-vermittelt-verwertet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pookerart.de\/kunstblog\/2016\/05\/museumskunst-verwaltet-vermittelt-verwertet\/","title":{"rendered":"Kunst: verwaltet, vermittelt, verwertet \u2026 Fragezeichen?"},"content":{"rendered":"<p>Vor gut einem Jahr, im M\u00e4rz 2015, erschien in der ZEIT ein Artikel des Kunstwissenschaftlers <a href=\"https:\/\/ideenfreiheit.wordpress.com\/\">Wolfgang Ullrich<\/a> mit dem Titel <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2015\/13\/kunst-vermittlung-museum\/komplettansicht\">\u201eStoppt die Banalisierung\u201c<\/a> zum Thema Museumsp\u00e4dagogik in Kunstmuseen. Ich bin erst vor wenigen Tagen \u00fcber ein Blog darauf aufmerksam geworden. In einem <a href=\"http:\/\/www.letstalkaboutarts.com\/\">anderen Blog<\/a> antwortete Lisa-Katharina F\u00f6rster mit dem <a href=\"http:\/\/www.letstalkaboutarts.com\/wem-gehoert-die-kunst\/\">interessanten Artikel \u201eWem geh\u00f6rt die Kunst?\u201c<\/a>, zu dem es dann eine rege Diskussion gab, an der sich auch Ullrich beteiligte.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Der Titel, laut Ullrich von der Redaktion gew\u00e4hlt, ist missverst\u00e4ndlich. In dem Artikel kritisiert er vor allem <a href=\"http:\/\/www.lenbachhaus.de\/blog\/?p=2886\">bestimmte Formen<\/a> banalisierender <a href=\"http:\/\/games.hypotheses.org\/1932\">Vermittlung<\/a>, nicht die Banalisierung durch die Rezeption kunstferner Bev\u00f6lkerungsschichten. Es geht also nicht um den <a href=\"http:\/\/pookerart.de\/kunstblog\/2013\/08\/kunst-der-massen-kunst-der-eliten\/\">elit\u00e4ren Schutz<\/a> eines aus der Moderne \u00fcberkommenen Kunstbegriffes vor dem kunstfernen P\u00f6bel \u2013 diesen Kunstbegriff stellt er in seinen Artikeln und B\u00fcchern selbst immer wieder in Frage.<\/p>\n<p>Es war nicht \u00fcberraschend, dass neben Aspekten der Kunstvermittlungspraxis subjektive Meinungen und Statements zum Selbstverst\u00e4ndnis des Kunstbegriffes innerhalb der Kommentarliste unter dem ZEIT-Artikel nicht lange auf sich warten lie\u00dfen. Man k\u00f6nnte beim fl\u00fcchtigen Lesen des Artikels und einiger Kommentare den Eindruck gewinnen, Kunstvermittlung sei mit wenigen Ausnahmen die ganz hei\u00dfe Ware der vergangenen Jahre. Museale Kunstvermittlung im Zuge des Bildungsauftrags findet nat\u00fcrlich schon seit Jahrzehnten statt, nur hat sich das Wie und das Selbstverst\u00e4ndnis der Vermittlung ver\u00e4ndert. Heute sollen Museen allen Menschen einen Zugang zur Kunst ebnen. Das steht auch so in den <a href=\"http:\/\/www.museumsbund.de\/fileadmin\/geschaefts\/dokumente\/Leitfaeden_und_anderes\/Qualitaetskriterien_Museen_2008.pdf\">Qualit\u00e4tskriterien f\u00fcr Museen des Bundesverbands Museumsp\u00e4dagogik e.V.<\/a> Kurioserweise, das fragt auch Ullrich, wird aber nicht diskutiert, <em>warum<\/em> Museen zwingend <em>allen<\/em> Menschen einen Zugang jenseits der \u00d6ffnungszeiten und der vorhandenen Bildungsangebote vermitteln sollen.<\/p>\n<p>Nun begann vor 30 Jahren eine \u00f6konomische Entwicklung, die \u00fcberhaupt erst die Grundlage sowohl f\u00fcr diese Diskussionen als auch f\u00fcr die kulturpolitischen Dimensionen im Hintergrund der Kunstvermittlung geschaffen hat. Diese Entwicklung wurde von der Hoffnung getragen, die R\u00fccknahme, beziehungsweise \u00d6konomisierung der Staatsleistungen w\u00fcrden zuk\u00fcnftige Krisen des Kapitalismus vereiteln. Die ehemalige britische Premierministerin Margaret Thatcher formulierte das Credo der neoliberalen Wirtschaftspolitik mit dem Satz \u201eIch kenne keine Gesellschaft, ich kenne nur Individuen\u201c, und ihr Bruder im Geiste Franz M\u00fcntefering, ein echter und aufrechter Sozialdemokrat, erg\u00e4nzte sp\u00e4ter das Zitat des Apostels Paulus: \u201eWer nicht arbeitet, soll auch nicht essen\u201c. Es war abzusehen, dass sich irgendwann auch kulturelle Einrichtungen und Institutionen nicht mehr au\u00dferhalb, sondern innerhalb einer Kosten-Nutzen-Analyse wiederfanden. Der Begriff Neoliberalismus verlor zwar mit den Krisen der Finanzm\u00e4rkte seinen vorbildlichen Status, aber zu dem Zeitpunkt war der Umbau bereits vollzogen. Mit der Selbstverst\u00e4ndlichkeit der \u00d6konomisierung wuchs auch das Selbstbewusstsein derjenigen, die die jeweilige Musik bezahlen. Auch bei kulturellen Vortragsreihen und Konferenzen wirkt es l\u00e4ngst nicht mehr peinlich oder gar frivol, wenn die Sponsoren mit gro\u00dfen Bannern neben den Rednern oder mit ihren Logos in den Vorlagen der Vortragsfolien un\u00fcbersehbar pr\u00e4sent sein wollen.<\/p>\n<p>Wenn auch alle Gesellschaftsschichten die Ikonoklasten der IS in Syrien einhellig als \u201eVerbrecher\u201c brandmarken, erscheint es gleichzeitig vielen dieser Emp\u00f6rten durchaus angemessen und der BILD-Zeitung 2010 eine Headline wert, den verschuldeten Griechen den Verkauf der Akropolis nahezulegen, w\u00e4hrend die Schlie\u00dfung des Museums Morsbroich nur ein Achselzucken verursacht, wenn \u00fcberhaupt. Die Stadthallen und Stadien haben es ja vorgemacht, alles wurde zur Arena (\u201eFussball ist unser Leben\u201c), Proteste in der Westkurve blieben die Ausnahme, die Loge bezahlte zu gut. Das Volksparkstadion in Hamburg hie\u00df zwischenzeitlich schon AOL Arena, HSH Nordbank Arena und Imtech Arena. M\u00fcnchen nat\u00fcrlich wieder im Gl\u00fcck: einen BMW Art Journey award gibt es schon, vielleicht darf sich ein gr\u00f6\u00dferes Haus in einigen Jahren BMW Kunstparthenon nennen und f\u00fcr Newcomer-Stars auf dem Kunstmarkt gibt es dann vermutlich die \u201eBMW Erlk\u00f6nig-Ausstellungshalle\u201c.<\/p>\n<p>Ich sehe allerdings einen entscheidenden Unterschied zu den von Ullrich als Vergleich erw\u00e4hnten Staats- und Landesbibliotheken. Ein Faktor mag schon die Tatsache sein, dass der Kunst ein pseudo- oder ersatzreligi\u00f6ser Auftrag nicht nur zugebilligt, sondern f\u00fcr die Gesellschaft insgesamt zugeschrieben wird. Bl\u00f6dsinnig genug. Ich glaube aber nicht, dass es ausschlie\u00dflich der fehlende oder zumindest differenzierte Kunstcharakter ist, der das Buch \u2013 auch als singul\u00e4res Objekt \u2013 gegen\u00fcber dem Museumskunstwerk einen gr\u00f6\u00dferen Freiraum gegen\u00fcber der Rechtfertigung von Steuerausgaben erm\u00f6glicht. Ist es nicht eher die simple Tatsache, dass der Zugang zu einem Buch (in der Regel) lediglich die F\u00e4higkeit des Lesens voraussetzt? Die F\u00e4higkeit des Sehens reicht n\u00e4mlich (in der Regel) nicht aus, den Zugang zur Mehrzahl der Kunstwerke in einem Museum zu erfassen, Kunst bedarf nicht zwingend einer Vermittlung, aber sie kann und sollte unterst\u00fctzend t\u00e4tig sein, sofern das Kunstwerk eine Vermittlung f\u00fcr ein differenziertes Publikum zul\u00e4sst.<\/p>\n<p>Frau F\u00f6rster hinterfragt einen wichtigen Aspekt:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eBedeutet ein niederschwelliger Einstieg also automatisch Trivialisierung und damit die von Ullrich angedrohte Banalit\u00e4t? Und wo f\u00e4ngt Banalit\u00e4t \u00fcberhaupt an?\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Eine Antwort hatte Wolfgang Ullrich allerdings schon indirekt in seinem Artikel gegeben:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eKunstvermittler [\u2026] sind h\u00f6chst findig, wenn es darum geht, ihr Publikum dort abzuholen, wo es steht. Nur liefern sie es leider genau dort auch wieder ab.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Frau F\u00f6rsters Frage war durchaus legitim, Mathematik beginnt schlie\u00dflich auch mit der denkbar banalen Addition von einstelligen Zahlen, die jeder Mensch schnell und einfach nachvollziehen kann, sie endet aber nicht bei der Subtraktion und auch nicht beim kleinen Einmaleins, sondern in h\u00f6herer Algebra und theoretischer Physik. Die Banalit\u00e4t offenbart sich tats\u00e4chlich nicht in der H\u00f6he der Einstiegsschwelle, wohl aber in der Schwellenh\u00f6he des Ausgangs.<\/p>\n<p>Muss nun aber jeder Mensch einen Zugang zur theoretischen Physik haben? Darf man sich nicht einfach allem verweigern, was \u00fcber das kleine Einmaleins, Dreisatz, Prozent- und Bruchrechnen hinausgeht, weil man im t\u00e4glichen Leben ohnehin kaum mehr an Mathewissen ben\u00f6tigt? Angesichts der Tatsache, dass vor allem Geistswissenschaftler diese gesunde Verweigerungshaltung praktizieren und vermutlich (so wie ich) heute grandios an den Mathematikaufgaben der eigenen Abiturpr\u00fcfung scheitern w\u00fcrden: Warum wird gerade das Verst\u00e4ndnis der Kunst auf diese Weise instrumentalisiert?<\/p>\n<p>Es gibt n\u00e4mlich bei diesem Vergleich noch ein gro\u00dfes Gef\u00e4lle: die Grundlagen der Mathematik ben\u00f6tigt man f\u00fcr das t\u00e4gliche Leben, man kann aber problemlos ohne Kunst leben.<\/p>\n<p>Die Entwicklung der Kunstvermittlung sehe ich weniger als Zeichen einer \u201eSozialdemokratisierung\u201c von Kunst, wie Ullrich das definiert, sondern eher als Folge einer individualisierten Konsumgesellschaft, die mehr narzisstische als emanzipatorische Z\u00fcge tr\u00e4gt \u2013 Leidtragende sind dann vor allem engagierte Kunstp\u00e4dagogen, die an den absoluten Bildungsauftrag glauben. Sozialdemokratie (als sie noch eine Existenzberechtigung hatte, ganz weit fr\u00fcher) beinhaltete als Bewegung urspr\u00fcnglich den emanzipatorischen Willen nach Teilhabe der Lohn- und Fabrikarbeiter an kultureller <em>Bildung<\/em>, nicht nach Teilhabe an Erstsemester- und AStA-Partys, bzw. \u201eSpa\u00df\u201c und \u201eGenuss\u201c, wie es der Bundesverband der Museumsp\u00e4dagogen als Teil der Motivation ihrer Zielgruppen formuliert.<\/p>\n<p>Mit der Zielvorgabe, Museumskunst solle alle Menschen erreichen, kann freilich schnell das entstehen, was die Autoren Metz\/See\u00dflen in ihrem gleichnamigen Buch als <a href=\"http:\/\/www.suhrkamp.de\/buecher\/bloedmaschinen-markus_metz_12609.html\">\u201eBl\u00f6dmaschinen\u201c<\/a> treffend charakterisiert haben.<br \/>\nDie grunds\u00e4tzlich zu begr\u00fc\u00dfende Respektlosigkeit gegen\u00fcber herrschaftlichen Kr\u00e4ften, zu der auch die vermeintliche Aura des Kunstwerks oder der Mythos einer Erhabenheit und stillen Gr\u00f6\u00dfe des Kunstmuseums geh\u00f6ren, hat sich zu einer verbrauchsorientierten Haltung entwickelt. Vor dem Konsum steht bekanntlich immer die Aneignung des zu konsumierenden Objektes. Und da spielt es keine Rolle, ob es sich um Medien, ein Smartphone, Literatur oder Kunst handelt. Im Vordergrund steht aber eben nicht mehr die Intention einer intensiven Besch\u00e4ftigung oder gar langfristigen Auseinandersetzung.<br \/>\nMan k\u00f6nnte auch kulturpessimistisch formulieren, mit dem schmutzigen Badewasser des Elitarismus, der Herrschaft und der Ausgrenzung ist auch gleich das saubere Kind der emanzipatorischen Potentiale ausgesch\u00fcttet worden.<\/p>\n<p>Mit schlechten Zielvorgaben kann es zudem keine guten L\u00f6sungswege geben: den Kunstvermittlern mit einem ausgepr\u00e4gten Sendungsbewusstsein bleibt dann nichts anderes \u00fcbrig, als die Banalisierung erst zu erschaffen, wollen sie nicht einfach und ehrlich vor der Vermittlung mancher Werke kapitulieren. Die Folge ist dann ein echter Catch-22: Kunst muss f\u00fcr ihre Vermittlung bis zu dem Punkt heruntergebrochen werden, an dem sie jeglichen Kunstcharakter verliert.<\/p>\n<p>Genau hier k\u00f6nnte man nat\u00fcrlich auch einmal einhaken mit der ganz bl\u00f6den Frage, was denn eigentlich so furchtbar daran w\u00e4re, w\u00fcrde ein Bild, eine Skulptur oder eine Installation ihren Werkcharakter verlieren? Ist der Verlust nicht ohnehin allgegenw\u00e4rtig durch Meme und Mash-Ups im Internet? Und was geht da \u00fcberhaupt veroren, etwa wieder die Aura? Was schert es die Farbschicht, was mit ihrem Abbild geschieht? Ist es verboten, Albrecht D\u00fcrer in seinem Selbstportait von 1500 mittels Photoshop ein Hello-Kitty-Gesicht zu verpassen? W\u00e4re es nicht lustig, C\u00e9zannes Gro\u00dfen Badenden ein paar schw\u00fclstige Najaden von B\u00f6cklin hinzuzuf\u00fcgen? W\u00fcrde das B\u00f6cklin etwa auf C\u00e9zanne-Niveau aufwerten? Und in welchem Kontext, nur im Internet auf den Inseln von tumblr und Pinterest, oder auch im Museum? M\u00fcsste man sich nicht aber vielleicht zuk\u00fcnftig damit abfinden, dass das so kommen k\u00f6nnte? Welches Museum w\u00fcrde heute schon ohne Furcht vor der Einladung des Kulturdezernenten zu einem &#8220;ungezwungenen Personalwechselgespr\u00e4ch unter der Br\u00fccke&#8221; eine Ausstellung wagen, in der ein weltber\u00fchmtes Original von D\u00fcrer ungerahmt, aber gut ausgeleuchtet wie ein Modell im Aktsaal zur freien Smartphoneverwertung in einem Vorraum h\u00e4ngen w\u00fcrde, w\u00e4hrend der ehrw\u00fcrdige White Cube mit den verr\u00fccktesten, lustigsten und kreativsten tumblr-Ausdrucken der Ausstellungsbesucher gef\u00fcllt w\u00e4re und unter dem Hashtag <a href=\"https:\/\/www.buzzfeed.com\/sebastianfiebrig\/techniker-ist-informiert?utm_term=.kggkL6p3G#.ccDr93NbD\">#duereristinformiert<\/a> Unmengen an Besucher aus dem Web anzieht? Keines? Aber warum eigentlich nicht?<\/p>\n<p>Banalisierung w\u00e4re doch zumindest \u00fcberall dort legitim, wo sie als alternatives Mittel zur Schaffung neuer Werke fungiert und eine Banalisierung des Werkcharakters lediglich eine m\u00f6gliche Folge der kreativen Besch\u00e4ftigung mit diesem Werk darstellt. In diesem Fall w\u00e4re Banaliserung nur ein variables Kriterium der Bewertung, denn Kinderzeichnung nach dem D\u00fcrer-Selbstbildnis stellen ja nicht unbedingt eine echte Banaliserung dar, ebensowenig eine digitale oder gemalte Collage aus den verschiedenen Versionen der Gro\u00dfen Badenden von C\u00e9zanne.<\/p>\n<p>Problematisch wird es jedoch, und da setzt Ullrichs Kritik an, wenn die Banalisierung ungewollt als Selbstzweck dient \u2013 nicht als Folge, sondern als billigend in Kauf genommene Grundvoraussetzung der Zielerreichung einer gesellschafts\u00fcbergreifenden Kunstvermittlung. Beim C\u00e9zanne w\u00e4re die simplifizierte Idee, bunte Kugeln, Kegel und Zylinder aus Schaumstoff aufzustellen und kleine, junge oder erwachsene Besucher zu animieren, die Gro\u00dfen Badenden nachzubauen. Die Besucher h\u00e4tten dann einen sch\u00f6ne halbe Stunde im Museum verbracht, aber dazu h\u00e4tte die Reproduktion eines\u00a0x-beliebigen C\u00e9zanne-Motivs oder gleich die eines Kubisten als Vorlage ausgereicht. Einen besseren Zugang zu diesem einen Werk der Badenden w\u00fcrden sie aber nicht bekommen.<\/p>\n<p>Es w\u00e4re nun unfair und entspr\u00e4che auch nicht der Realit\u00e4t zahlreicher guter Vermittlungsbeispiele, der Museumsp\u00e4dagogik dieses Vorgehen pauschal zu unterstellen. Eine zu hoch geh\u00e4ngte Zielvorgabe jedoch, die zus\u00e4tzlich einen moralischen Imperativ zur Selbstverpflichtung der engagiert handelnden Personen verursachen muss, l\u00e4dt zumindest unbewusst dazu ein, diesen Weg in Betracht zu ziehen.<\/p>\n<p>Neben der \u00d6konomisierung von Kultur und Alltag ist der zweite und in seiner Tragweite noch gr\u00f6\u00dfere Einschnitt die Verbreitung des Internets als bislang wichtigste Errungenschaft des Informationszeitalters. Auch wenn immer mehr Museen diese Entwicklung endlich aktiv f\u00fcr ihre H\u00e4user nutzen, wird meiner Ansicht nach diese unwiderrufliche und noch immer in den Kinderschuhen steckende Entwicklung zu selten als Chance f\u00fcr die Kunst und deren Vermittlung gesehen.<\/p>\n<p>Bei einem Klassentreffen vor wenigen Jahren beschrieb einer meiner ehemaligen Lehrer das tats\u00e4chliche Problem der verf\u00fcgbaren Datenmenge f\u00fcr die heutigen Sch\u00fcler, dieses Angebot nach Relevanz und Anspruch an die Rezipienten zu organisieren. Die Dezentralisierung der Daten als inh\u00e4rentes Merkmal des Internets bedingt die Abwesenheit einer zentralen und vor allem kompetenten Benutzerf\u00fchrung.<\/p>\n<p>Wenn aber fehlende Benutzerf\u00fchrung und Kompetenz ein zu l\u00f6sendes Problem darstellt, kann man doch fragen, wer denn f\u00fcr Werke eines Museums eine gr\u00f6\u00dfere Kompetenz der Informationsbereitstellung und Hilfe bei der Vermittlung besitzen w\u00fcrde als eben dieses Museum?<br \/>\nWeiter darf man dann fragen, warum sich au\u00dferhalb der Big Player in der internationalen Museumslandschaft die Aktivit\u00e4ten und Interaktivit\u00e4ten der Museen auf oft genug unattraktive, inhaltlich d\u00fcnne und benutzerunfreundliche Websites beschr\u00e4nken. Das regelm\u00e4\u00dfig fundiert gef\u00fcllte <a href=\"http:\/\/blog.staedelmuseum.de\/\">Blog des St\u00e4dels<\/a> ist nicht die Regel. Ausnahme bilden bspw. die digitale Projekte der Kunsthistorikerin<a href=\"http:\/\/www.tanjapraske.de\/\"> Tanja Praske<\/a> mit vielen Links und innovativen Ideen zur <a href=\"http:\/\/www.tanjapraske.de\/digitale-kommunikation\/\">digitalen Kommunikation und Kulturvermittlung<\/a>.<br \/>\nDie <a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/explore\/tags\/paintmuseum\/\">#paintmuseum-Initiative<\/a> zum internationalen Museumstag verfolgt ebenfalls einen hochinteressanten Ansatz. Auch wenn die Resonanz an angefertigten Werken meines Erachtens leider noch mager war, w\u00e4re es doch fantastisch, wenn unter diesem Hashtag eine dauerhafte Aktion entstehen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Immerhin hat die Demokratisierung der Datenverbreitung per Internet \u2013 unabh\u00e4ngig von den immer noch notwendigen Diskussionen zu Eigentumsverh\u00e4ltnissen der Bild- und Urheberrechte \u2013 zu einem Lernprozess auch bei Museen gef\u00fchrt. Die Erfindung der Fotografie ist ja gerade einmal nur gut 150 Jahre alt, und schwups \u2013 schon ist das Ablichten der Werke in vielen H\u00e4usern heute bereits erlaubt, teilweise wird sogar das Fotografieren gef\u00f6rdert. Dennoch trifft man immer wieder auf Kunstmuseen, bei denen noch die Hausrecht-Scharia eines medientechnisch finsteren Kunstkalifats herrscht: Fotografieren <a href=\"http:\/\/www.monopol-magazin.de\/keine-selfie-stationen-mehr\">verboten.<\/a><\/p>\n<p>Die Verbreitung von Digitalisaten im Internet, die sich den simplen, aber effektiven Baukastenl\u00f6sungen von Instagram, tumbr oder Pinterest bedienen, hat zu der schon erw\u00e4hnten Weiterverwertungen wie Meme und Mash-Ups gef\u00fchrt, deren Potential f\u00fcr die Kunstvermittlung die Museen erst seit kurzem entdecken. Im Gegensatz zu fr\u00fcheren Formen der Verwertung wie Zeichnungen oder Gem\u00e4ldekopien sind es in erster Linie nicht mehr K\u00fcnstler, die sich der Museumskunst bedienen, sondern in der Mehrzahl Menschen mit Spa\u00df an kreativer Verwertung. Nur die wenigstens von ihnen w\u00fcrden sich als echte K\u00fcnstler bezeichnen und nur die wenigsten werden Kunstgeschichte studiert haben.<\/p>\n<p>Nur, und diesen Umstand scheinen die Museen noch gar nicht als herausragenden Vorteil wahrgenommen zu haben, besitzt ein Digitalisat keinerlei physischen Werkcharakter. Damit meine ich nicht die viel beschworene Aura des Originals, sondern die physische Pr\u00e4senz eines Objektes in einer bestimmten Gr\u00f6\u00dfe, bestehend aus Farb- oder sonstiger Materie. Bildschirmf\u00fcllend aufgezogen, kann mein 27-Zoll-Monitor maximal ein Bild in der Gr\u00f6\u00dfe 33 x 59 cm 1:1 abbilden. F\u00fcr einen kleinen van Goyen reicht es also gerade. Jeder Internetnutzer, der zum ersten Mal vor einem gro\u00dfformatigen Original von Rubens, Velazquez, Monet, Picasso, K.O. G\u00f6tz oder Richter stand, kennt diesen gravierenden Unterschied bez\u00fcglich der Wirkung und subjektiver Bewertungsm\u00f6glichkeiten.<br \/>\nWenn nun also trotz hundert- oder tausendfacher Verbreitung durch das Internet dieses eine Objekt in seinem Wercharakter singul\u00e4r nur in einem einzigen Museum zu sehen ist und man diesem Museum deshalb die Kompetenz der Vermittlung aller n\u00f6tigen Informationen auch unkritisch zutrauen kann, warum unternimmt das Museum mit zweifelhaften Aktionen den auch in der freien Wirtschaft extrem schwierigen und langwierigen Umweg, fremde Zielgruppen zu erreichen und zu binden, anstatt beispielsweise genau diejenigen abzuholen, die aus Interesse am Motiv zu den Hunderten oder Tausenden Meme- oder Mash-Up-Verwertern bei tumblr oder Pinterest geh\u00f6ren?<\/p>\n<p>Frau F\u00f6rster beschreibt die Sinnhaftigkeit ungewohnter und nicht der Information und Aufkl\u00e4rung dienender Kunstvermittlung als<\/p>\n<blockquote><p>\u201e[\u2026] zentrale Formen der Vermittlung, n\u00e4mlich Methoden, die die Wahrnehmung im sozialen Miteinander und Austausch intensivieren. Dazu z\u00e4hlt [\u2026] aber auch R\u00e4ume mit Kl\u00e4ngen zu bespielen, welches wiederum die Wahrnehmung dieser ver\u00e4ndert.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Vielleicht erm\u00f6glicht tats\u00e4chlich die Intensivierung der Wahrnehmung im sozialen Miteinander und des Austausches einen alternativen Zugang zu einem Werk, es k\u00f6nnte auch sein, dass eine Raumwahrnehmungs\u00e4nderung durch Klangbespielung m\u00f6glich ist.<br \/>\nAus diesem Ineinander von Traum und Gegenw\u00e4rtigkeit kommen die Bilder. Und das, was da heraufw\u00e4chst, wird durchblutet von dieser verzweifelten Sinnlichkeit, die der Gegenwurf zu jener tiefen Trauer des Lebendigen um sein Vom-Tod-Umstelltsein ist.<\/p>\n<p>Die letzten beiden S\u00e4tze sind ein Zitat Werner Haftmanns \u00fcber Marino Marini, Quelle: Hans Platschek, \u00dcber die Dummheit in der Malerei, S. 35 ff., suhrkamp taschenbuch 1984.<\/p>\n<p>Ja, das war etwas unfair. Das ist mir aber alles etwas zu sehr \u201eWir tanzen in der Basilika von St. Georg den Jonathan Meese\u201c. Offensichtlich gilt Goethes Wort immer noch, dass es \u201erechte deutsche Art sei, zu einem Gedicht oder anderem Werk den Eingang \u00fcberall, nur nicht durch die T\u00fcre zu suchen\u201c. Wenn die Kunstvermittlung den elit\u00e4ren Umgang mit Kunst \u00fcberwinden will, sollte sie elit\u00e4ren Umgang und Sprache tunlichst nicht durch Aktionen und Erkl\u00e4rungsversuche ersetzen, die irgendwo in einem auch sprachlich undurchsichtigen Nebel zwischen Schamanismus und Selbsterfahrung zu verorten ist. Man verdeckt die Kunst ansonsten erneut, lediglich das Gewand \u00e4ndert sich. Mehr noch: je weiter sich die Methoden der Vermittlung inhaltlich vom eigentlichen Werk entfernen, umso gr\u00f6\u00dfer ist die Gefahr, dass die Methode oder die Aktion als gleichberechtigtes Werk selbstreferenziell eine Parallelwelt schafft, der Besucher also keinesfalls zwingend einen Bezug zum gemeinten Werk herstellt, auch wenn er sich vielleicht inspirierter f\u00fchlt oder meint, das Werk nun in mit anderen Augen zu sehen.<br \/>\nWenn die Kunstvermittlung im Bereich Genuss, Spa\u00df, Freizeitbesch\u00e4ftigung bereits gegen eine wirtschaftlich m\u00e4chtige Freizeitindustrie ank\u00e4mpfen will, sollte sie auf einen zus\u00e4tzlichen Wettbewerb mit Esoterikzirkeln, Kloster-Retreats und Klangschalentherapien verzichten. In erster Linie nicht, weil der Kampf ohnehin aussichtslos w\u00e4re, sondern weil es weder der Kunst gerecht wird, noch den Rezipienten Kunst n\u00e4herbringen kann.<\/p>\n<p>Wenn hier aber schon die Rede von der emanzipatorischen Idee des guten Lebens die Rede, muss akzeptiert werden, wenn ein Besucher ein Werk nicht versteht. Jeder hat ein Grundrecht auf Unwissenheit und Desinteresse. Dazu geh\u00f6rt auch, dass dieser Besucher seine poetischen Momente vergessen und zum Museumsp\u00e4dagogen sagen darf: &#8220;Alda, find&#8217; ich trozdem schei\u00dfe.&#8221; Er muss das sagen d\u00fcrfen, ohne einen neuen Vortrag zu erhalten und ohne b\u00f6se Blicke von der kulturell durchgegl\u00fchten Museums- und Bildungsb\u00fcrgerentourage. Im Zweifel steht leider immer noch Baudelaire neben dem Museumseingang, der mit erhobenem Zeigefinger auf die fulminanten Fehlurteile des &#8220;Figaro&#8221; bez\u00fcglich der Impressionisten verweist. Baudelaire stand da allerdings auch, als Serge Poliakoff, Georges Mathieu oder Bernard Buffet gefeiert wurden.<\/p>\n<p>Bedenklich finde ich, dass der Bundesverband der Museumsp\u00e4dagogen e.V. in seinen Qualit\u00e4tskriterien eine Zielgruppendefinition pr\u00e4sentiert, die \u00fcberhaupt keine ist. <em>Alle<\/em> Menschen sind keine <em>Zielgruppe<\/em>. Die Beliebigkeit des \u201eeverybody\u2019s darling\u201c funktioniert nicht in der freien Wirtschaft, sie kann auch nicht im kulturellen Bereich funktionieren. Es gibt eine gro\u00dfe Zahl von Menschen, die sich nicht f\u00fcr Kunst interessieren, angesichts dr\u00e4ngender Fragen der Welt k\u00f6nnte man das doch einfach akzeptieren, sofern diejenigen, die sich f\u00fcr Kunst interessieren, dennoch einen ausreichenden Zugang erhalten. Es ist legitim und gut, denjenigen, von denen man ausgehen k\u00f6nnte, dass sie sich auf Grund bestimmter Parameter f\u00fcr Kunst interessieren k\u00f6nnten, entsprechende Angebote zu machen. Gerade Museumskunst sollte aber auch frei und unabh\u00e4ngig von der Vereinnahmung durch ihre besten Freunde bleiben, denn ein Angebot, das aus einem wo auch immer verorteten Sendungsbewusstsein gespeist wird, birgt mehr Risiken als Chancen. Wo w\u00e4ren angesichts der von Ullrich aufgez\u00e4hlten Beispiele aktueller Vermittlungstendenzen die Grenze erreicht?<\/p>\n<p>Was w\u00fcrde beispielsweise eine von der Politik w\u00e4rmstens empfohlene PR-Agentur angesichts des Ankaufs eines Whistlers veranstalten oder zumindest anraten? Ein \u00fcberaus erfolgreiches \u201eNocturne-Event f\u00fcr kreative Nachtschw\u00e4rmer\u201c vielleicht? Ein quotentr\u00e4chtiges Ereignis f\u00fcr Jung und Alt und alle Gesellschaftsschichten, inklusive Malkurs bei Kerzenschein, dem Selfie-Wettbewerb \u201eGesichter der Nacht\u201c, Bierwurst-Schnittchen mit dem Konterfei von Whistler, einer Lichtinstallation \u201eNocturne &amp; Light\u201c, einem Feuerwerk auf dem Museumsvorplatz, das am Ende Pyro-Portraits von Whistler und Ruskin an den Himmel zaubert, dazu abwechselnde H\u00e4ndel-Interpretationen der \u00f6rtlichen Death-Metal-Band und dem Hegering-Jagdbl\u00e4serchor? Das Museum w\u00e4re\u00a0 \u2013 zwar nur an diesem einen Tag, aber immerhin quotenf\u00f6rdernd \u2013 bestens besucht, die Lokalpresse voll des Lobes und die Verantwortlichen in der Politik zufrieden.<\/p>\n<p>Genug Polemik. Ich selbst finde gute Kunstvermittlung fantastisch und wichtig. Ich entstamme einem eher kleinb\u00fcrgerlichen, kunstfernen Elternhaus \u2013 au\u00dfer man w\u00fcrde D\u00fcrers betende H\u00e4nde als Relief irgendwo an einer freien Flurwand als kunstnah bezeichnen. Anfang der 1980er Jahre h\u00e4tte ich <a href=\"https:\/\/pookerart.de\/kunstblog\/2011\/12\/1980-1984-ich-mache-denn-mal-was-mit-olfarben\/\">bei den ersten Schritten in die Kunst<\/a> und auf der Suche nach Informationen \u00fcber die Kunst vermutlich selbst die schr\u00e4gsten Vermittlungsaktionen dankbar angenommen.<\/p>\n<p>Es gibt zahlreiche hochinteressante Konzepte der Vermittlung: kreative Mitmachaktionen f\u00fcr Besucher, das Spiel mit Materialien und Motiven, Hintergrundinformationen, die \u00fcber eine trockene schulische Datenvermittlung weit hinausgehen. Ich finde es auch klasse, in einer Dauerausstellung Kinderbilder oder Werke von Besuchern zu sehen, die in solche Aktionen eingebunden waren und so ihre eigene Sicht auf eine Epoche, ein Werk oder deren Wirkung nicht nur f\u00fcr die Dauer dieser Aktion f\u00fcr sich, sondern auch konserviert f\u00fcr andere Besucher einbringen konnten. Diese Artefakte der Interaktion k\u00f6nnen genauso inspirieren und ein interessantes, neues Licht auf ein Werk bieten wie Zitate, Studien oder die verwendeten Farben auf der Palette des K\u00fcnstlers. Zu diesem Dialog zwischen Besucher und Museum geh\u00f6ren auch restauratorische Ergebnisse. Was in internationalen Ausstellungskatalogen seit Jahrzehnten Standard ist, wird im deutschsprachigen Raum immer noch stiefm\u00fctterlich behandelt: Materialien und Methoden bei Restaurierungsprojekten, und die museumseigenen Werkst\u00e4tten verf\u00fcgen \u00fcber massenweise und auch f\u00fcr Besucher jeder Altersklasse perfekt aufzubereitendes Foto- und Werkmaterial. Das alles wird heutzutage teilweise zum Gl\u00fcck einbezogen und hier g\u00e4be es auch unendlich viele Ansatzpunkte zu den digitalen M\u00f6glichkeiten des 21. Jahrhunderts f\u00fcr einen sinnvollen, stets an die Kompetenz und die Kunst des Museums gebundenen, aber eben auch au\u00dferhalb des Museums funktionierenden Dialog.<\/p>\n<p>Alles sollte gehen, solange der Kontext zum Werk erhalten bleibt und die Vermittlung dem Kunstwerk auf eine unterst\u00fctzend gestaltende Art folgt und die Besucher vielleicht inspiriert und ermutigt, selbst etwas zu tun: nachdenken, sich aufregen, kreativ werden, sich am\u00fcsieren, lachen oder sogar auf einer der B\u00e4nke sanft einschlafen.<br \/>\nW\u00e4re Sullivans \u201eform follows function\u201c nicht auch daf\u00fcr eine gute Handlungsanweisung?<\/p>\n<p>Ich pers\u00f6nlich w\u00fcrde mir ja w\u00fcnschen, dass Museumsdirektoren, Kuratoren, Kunstvermittler, Kunstkritiker, Kunstwissenschaftler, K\u00fcnstler und Kunstliebhaber viel intensiver gemeinsam agieren und sich dar\u00fcberhinaus engagieren, in der gemeinsamen und in der politischen Auseinandersetzung, mit pers\u00f6nlichen Statements, in Artikeln, Blogs und sozialen Medien. Warum nicht auch als Kampfansage, wenn es n\u00f6tig ist: F\u00fcr ein nicht erpressbares Selbstbestimmungsrecht der Kunst, die sich jeder Fremdvereinnahmung und jeder \u00d6konomisierung entziehen darf, frei in der Verwertung, aber frei von Vereinnahmung, nur sich selbst verpflichtet und ansonsten bar aller Rechtfertigungszw\u00e4nge. Und vielleicht noch f\u00fcr einen entspannten Umgang mit Kunst, die das bleiben darf, was sie ist: Kunst, nicht weniger, aber eben auch nicht mehr.<\/p>\n<p><strong>Edit:<\/strong> Durch den Pingback (1. Kommentar) habe ich gerade entdeckt, dass Tanja Praske eine ellenlange Liste mit interessanten Links zu dem Thema gesammelt hat. Gro\u00dfartig.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor gut einem Jahr, im M\u00e4rz 2015, erschien in der ZEIT ein Artikel des Kunstwissenschaftlers Wolfgang Ullrich mit dem Titel \u201eStoppt die Banalisierung\u201c zum Thema Museumsp\u00e4dagogik in Kunstmuseen. Ich bin erst vor wenigen Tagen \u00fcber ein Blog darauf aufmerksam geworden. 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