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	<title>Kommentare zu: Accessibility Blog Parade</title>
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	<description>Texte zu Webdesign und Webstandards</description>
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		<title>Von: MAIN_web &#187; Blog Archiv &#187; Webkrauts im Advent</title>
		<link>http://pookerart.de/wordpress/?p=14&#038;cpage=1#comment-175</link>
		<dc:creator>MAIN_web &#187; Blog Archiv &#187; Webkrauts im Advent</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Dec 2007 19:14:05 +0000</pubDate>
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		<description>[...] und Kommentaren an der Accessibility Blog Parade, etwa Jens Grochtdreis, Stefan Blanz, Nils Pooker , Dirk Ginader , Stefan David oder Stefan Nitzsche sowie die in Wien aktiven Webkrauts Eric Eggert [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] und Kommentaren an der Accessibility Blog Parade, etwa Jens Grochtdreis, Stefan Blanz, Nils Pooker , Dirk Ginader , Stefan David oder Stefan Nitzsche sowie die in Wien aktiven Webkrauts Eric Eggert [...]</p>
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		<title>Von: Eine letzte Runde um den Blog(ck): Barrierefreies Webdesign - pooker.blog</title>
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		<dc:creator>Eine letzte Runde um den Blog(ck): Barrierefreies Webdesign - pooker.blog</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Nov 2007 19:39:06 +0000</pubDate>
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		<description>[...] letzte Runde um den Blog(ck): Barrierefreies WebdesignAccessibility Blog ParadeDer Multimediatreff in Köln – NachtragWeb 2008: Konzeption &amp; PraxisWir sind so [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] letzte Runde um den Blog(ck): Barrierefreies WebdesignAccessibility Blog ParadeDer Multimediatreff in Köln – NachtragWeb 2008: Konzeption &#38; PraxisWir sind so [...]</p>
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	<item>
		<title>Von: Eva Papst</title>
		<link>http://pookerart.de/wordpress/?p=14&#038;cpage=1#comment-145</link>
		<dc:creator>Eva Papst</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Nov 2007 07:51:54 +0000</pubDate>
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		<description>Üblicherweise halte ich mich mit Kommentaren lieber zurück. Bei näherem Hinsehen wurde nämlich meist schon das Wichtigste gesagt.

Im Rahmen der Blog-Parade breche ich mit dieser Gewohnheit, weil schon mein Grundschullehrer gesagt hat, dass Lerninhalte siebenmal wiederholt werden müssen, bevor sie im Gedächtnis hängen bleiben.

Ich möchte mich zu 2 hier angesprochenen Themen äußern:

1. Die Gesellschaft sind wir:

Seit ich mich mit Accessibility beschäftige (das ist seit 1999), bin ich in der Beratung vorwiegend 2 Gruppen von Menschen begegnet: Solchen, die sich für das Thema interessiert und anderen, die mit den Schultern gezuckt haben.

Die erste Gruppe hat in aller Regel versucht, etwas für das Thema zu tun - im Rahmen der vorhandenen Ressourcen, versteht sich. Diese sind eben unterschiedlich. 

Fazit bei dieser Gruppe war eine stetige Verbesserung des Webauftritts zu bemerken, wobei die einen in sehr kleinen Schritten, die anderen in größeren vorangegangen sind - je nach Möglichkeit. 

Bei der zweiten Gruppe hat es vor allem dort, wo das Damoklesschwert des gEsetzes über den vErantwortlichen schwebt, auch Verbesserungen gegeben, aber meist bleibt dabei das Ergebnis dem Zufall überlassen, und in manchen bedauerlichen Fällen sind bei einem Relaunch sogar deutlich Verschlechterungen festzustellen.

Ursache dafür ist die mangelnde Qualitätskontrolle. Es ist ja niemand da, dem die Zugänglichkeit ein echtes Anliegen ist, der sie kontrolliert und vorantreibt.

Nein, ich will hier keine Schwarz-Weiß-Malerei betreiben; es gibt sicher auch andere Muster, aber diese sind die häufigsten, die mir in den acht Jahren begegnet sind.

Die dritthäufigste Gruppe: &quot;Wie bekomme ich unseren Webauftritt möglichst barrierefrei, ohne mich mit dem Thema beschäftigen und Geld in die Hand nehmen zu müssen&quot; lasse ich jetzt mal beiseite.

Persönliches Fazit:

Es liegt in der Verantwortung jedes einzelnen Entscheidungsträgers, die für das Unternehmen richtigen Prioritäten zu setzen. Dass dabei Accessibility nicht unbedingt an erster Stelle rangiert, leuchtet ein. Was hilft mir beispielsweise ein perfekt barrierefreies Bankmodul, das nur einen Bruchteil des von den KundInnen zu erwartenden Leistungsumfangs der Bankgeschäfte abdeckt?

Geschäftsziele, Ressourcen und Kundenwünsche sind voneinander abhängig und es gilt, diese so gut es geht zu harmonisieren und einen für alle tragbaren Kompromiss zu finden.

2. Leistungsfähigkeit von Screen Readern:

Ich staune immer wieder, mit welcher Selbstverständlichkeit unerwünschte Ergebnisse den zweifellos auch bestehenden Bugs und Schwächen der assistiven Programme in die Schuhe geschoben werdden. Das hier genannte Beispiel mit denTabellen ist mehr als typisch: Wer nicht weiß, wie man in Jaws mit Tabellen richtig umgeht, scheitert sicher daran. Das gilt übrigens auch für mich, denn auch ich muss vorher meist die Hilfe konsultieren, weil ich ständig mit unterschiedlichen Screen Readern arbeite und die einzelnen Befehle - pro Screen Reader etwa 400 - sich beharrlich meinem GEdächtnis entziehen. 

Die Screen Reader sind durchaus in der Lage, Tabellen einigermaßen gut wiederzugeben; es liegt vielmehr in der Struktur mancher Tabellen selbst, wie man rein akustisch und ohne Optik damit klar kommt. Tabellen sind optisch meist auch dann noch klar verständlich, wenn Zeilen oder Spalten zusammengefasst werden. Aber dieses Bild kann nur schwer im Kopf entstehen, wenn jemand beispielsweise nie gesehen oder kein &quot;geografisches Gedächtnis&quot; hat. Kein noch so gutes Werkzeug kann das kompensieren.

Ich selbst drucke mir komplexe Tabellen mit meinem Relief-Grafikdrucker aus. Die Inhalte kann ich mit den Fingern nicht erfassen, weil die schrift zu klein ist, aber die Struktur der Tabelle erschließt sich mir. Und dann ist es auch nicht mehr so schwer, mit dem Screen rEader klar zu kommen.

Diese Möglichkeit hat leider nicht jeder, zeigt aber, dass das problem nicht unbedingt im Werkzeug zu suchen ist.

Normale zweidimensionale Tabellen mit einem korrekten thead und einer linken vertikalen th-Spalte sind in jedem Fall mit allen derzeit am Markt befindlichen Werkzeugen konsumierbar.

Viel zu lang für einen KOmmentar, ich weiß, aber kürzer gings nicht - und der 11.11. und damit das Ende der Blog-parade, sind ja nicht mehr fern. :-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Üblicherweise halte ich mich mit Kommentaren lieber zurück. Bei näherem Hinsehen wurde nämlich meist schon das Wichtigste gesagt.</p>
<p>Im Rahmen der Blog-Parade breche ich mit dieser Gewohnheit, weil schon mein Grundschullehrer gesagt hat, dass Lerninhalte siebenmal wiederholt werden müssen, bevor sie im Gedächtnis hängen bleiben.</p>
<p>Ich möchte mich zu 2 hier angesprochenen Themen äußern:</p>
<p>1. Die Gesellschaft sind wir:</p>
<p>Seit ich mich mit Accessibility beschäftige (das ist seit 1999), bin ich in der Beratung vorwiegend 2 Gruppen von Menschen begegnet: Solchen, die sich für das Thema interessiert und anderen, die mit den Schultern gezuckt haben.</p>
<p>Die erste Gruppe hat in aller Regel versucht, etwas für das Thema zu tun &#8211; im Rahmen der vorhandenen Ressourcen, versteht sich. Diese sind eben unterschiedlich. </p>
<p>Fazit bei dieser Gruppe war eine stetige Verbesserung des Webauftritts zu bemerken, wobei die einen in sehr kleinen Schritten, die anderen in größeren vorangegangen sind &#8211; je nach Möglichkeit. </p>
<p>Bei der zweiten Gruppe hat es vor allem dort, wo das Damoklesschwert des gEsetzes über den vErantwortlichen schwebt, auch Verbesserungen gegeben, aber meist bleibt dabei das Ergebnis dem Zufall überlassen, und in manchen bedauerlichen Fällen sind bei einem Relaunch sogar deutlich Verschlechterungen festzustellen.</p>
<p>Ursache dafür ist die mangelnde Qualitätskontrolle. Es ist ja niemand da, dem die Zugänglichkeit ein echtes Anliegen ist, der sie kontrolliert und vorantreibt.</p>
<p>Nein, ich will hier keine Schwarz-Weiß-Malerei betreiben; es gibt sicher auch andere Muster, aber diese sind die häufigsten, die mir in den acht Jahren begegnet sind.</p>
<p>Die dritthäufigste Gruppe: &#8220;Wie bekomme ich unseren Webauftritt möglichst barrierefrei, ohne mich mit dem Thema beschäftigen und Geld in die Hand nehmen zu müssen&#8221; lasse ich jetzt mal beiseite.</p>
<p>Persönliches Fazit:</p>
<p>Es liegt in der Verantwortung jedes einzelnen Entscheidungsträgers, die für das Unternehmen richtigen Prioritäten zu setzen. Dass dabei Accessibility nicht unbedingt an erster Stelle rangiert, leuchtet ein. Was hilft mir beispielsweise ein perfekt barrierefreies Bankmodul, das nur einen Bruchteil des von den KundInnen zu erwartenden Leistungsumfangs der Bankgeschäfte abdeckt?</p>
<p>Geschäftsziele, Ressourcen und Kundenwünsche sind voneinander abhängig und es gilt, diese so gut es geht zu harmonisieren und einen für alle tragbaren Kompromiss zu finden.</p>
<p>2. Leistungsfähigkeit von Screen Readern:</p>
<p>Ich staune immer wieder, mit welcher Selbstverständlichkeit unerwünschte Ergebnisse den zweifellos auch bestehenden Bugs und Schwächen der assistiven Programme in die Schuhe geschoben werdden. Das hier genannte Beispiel mit denTabellen ist mehr als typisch: Wer nicht weiß, wie man in Jaws mit Tabellen richtig umgeht, scheitert sicher daran. Das gilt übrigens auch für mich, denn auch ich muss vorher meist die Hilfe konsultieren, weil ich ständig mit unterschiedlichen Screen Readern arbeite und die einzelnen Befehle &#8211; pro Screen Reader etwa 400 &#8211; sich beharrlich meinem GEdächtnis entziehen. </p>
<p>Die Screen Reader sind durchaus in der Lage, Tabellen einigermaßen gut wiederzugeben; es liegt vielmehr in der Struktur mancher Tabellen selbst, wie man rein akustisch und ohne Optik damit klar kommt. Tabellen sind optisch meist auch dann noch klar verständlich, wenn Zeilen oder Spalten zusammengefasst werden. Aber dieses Bild kann nur schwer im Kopf entstehen, wenn jemand beispielsweise nie gesehen oder kein &#8220;geografisches Gedächtnis&#8221; hat. Kein noch so gutes Werkzeug kann das kompensieren.</p>
<p>Ich selbst drucke mir komplexe Tabellen mit meinem Relief-Grafikdrucker aus. Die Inhalte kann ich mit den Fingern nicht erfassen, weil die schrift zu klein ist, aber die Struktur der Tabelle erschließt sich mir. Und dann ist es auch nicht mehr so schwer, mit dem Screen rEader klar zu kommen.</p>
<p>Diese Möglichkeit hat leider nicht jeder, zeigt aber, dass das problem nicht unbedingt im Werkzeug zu suchen ist.</p>
<p>Normale zweidimensionale Tabellen mit einem korrekten thead und einer linken vertikalen th-Spalte sind in jedem Fall mit allen derzeit am Markt befindlichen Werkzeugen konsumierbar.</p>
<p>Viel zu lang für einen KOmmentar, ich weiß, aber kürzer gings nicht &#8211; und der 11.11. und damit das Ende der Blog-parade, sind ja nicht mehr fern. <img src='http://pookerart.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
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	<item>
		<title>Von: MAIN_web &#187; Blog Archiv &#187; Strukturelle Navigation: Beispiel der Gebrauchstauglichkeit</title>
		<link>http://pookerart.de/wordpress/?p=14&#038;cpage=1#comment-143</link>
		<dc:creator>MAIN_web &#187; Blog Archiv &#187; Strukturelle Navigation: Beispiel der Gebrauchstauglichkeit</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Oct 2007 12:40:35 +0000</pubDate>
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		<description>[...] wurden Themen wie Moral, Barrierearmut und Ausgrenzung nicht behinderter Menschen thematisiert, was sicher nicht [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] wurden Themen wie Moral, Barrierearmut und Ausgrenzung nicht behinderter Menschen thematisiert, was sicher nicht [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Jan Eric Hellbusch</title>
		<link>http://pookerart.de/wordpress/?p=14&#038;cpage=1#comment-142</link>
		<dc:creator>Jan Eric Hellbusch</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Oct 2007 18:22:30 +0000</pubDate>
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		<description>Die auseinandersetzung mit der Barrierefreiheit im Web finde ich wichtig und hier auch durchaus lobenswert. Allerdings fühle ich mich durchaus missverstanden. Deswegen möchte ich zumindest in Stichpunkten meine Ansichten verdeutlichen:

1. In meinem Beitrag auf der Accessibility Blog Parade habe ich zunächst die Definition der Barrierefreiheit vorgestellt. Dabei ging es mir insbesondere um zwei Punkte: Um mit einer &quot;Barriere&quot; konfrontiert zu sein, ist man nach der Definition jemand mit einer Behinderung. Außerdem wollte ich darauf hinweisen, dass die Zugänglichkeit nur ein Teil der Definition ist. Über die Zugänglichkeit hinaus kommt die Nutzbarkeit u.v.m. 

2. Im Blog von Stefan Blanz wurde u.a. auf die Abgrenzung Nicht-Behinderter eingegangen. Beispiele wie &quot;Rot-Grün-Blindheit&quot; oder &quot;Gicht&quot; wurden genannt - Beispiele, die nicht von der Barrierefreiheit abgedeckt seien. Nun, einerseits stimmt das, weil diese Einschränkungen nicht als Behinderung gelten, aber andererseits sind die tatsächlichen Einschränkung auch von den Richtlinien zur Barrierefreiheit (z.B. BITV) abgedeckt. Aus meiner Sicht gibt es da keinen Widerspruch und ich kenne kein Szenario, wo die Umsetzung der Barrierefreiheit einen anderen Nutzer ausgeschlossen hätte.

3. Mein Ansatz ist sicher nicht die exakte Zuordnung der Barrierefreiheit auf die Gruppe der Behinderten. Ich meine, wenn wir über das Thema sprechen, dann sind die Fähigkeiten und Möglichkeiten behinderter Nutzer in den Vordergrund zu stellen. Es bringt nichts über Barrierefreiheit zu sprechen und, um beim Beispiel in 2. zu bleiben, von jemand mit einer Gicht auszugehen. Nein, es sind Sehbehinderte, Gehörlose, Mobilitätseingeschränkte, Menschen mit Lernschwierigkeiten und natürlich auch Blinde, die im Vordergrund stehen.

4. Zum Begriff der Barrierearmut - das habe ich bei Jens geschrieben - fehlt mir die Messlatte. Ist das ein valider Tabellenlayout (ja, die Validität ist immer noch eine Bedingung der Barrierefreiheit) oder ist das &quot;barrierefrei nach dem aktuellen Stand der Technik&quot;? 

5. Die pointierte Aussage, man brauche sich mit einem Absolutheitsanspruch und der Erfordernis nach pragmatischen Lösungen dann gar nicht mehr mit der Barrierefreiheit zu beschäftigen, halte ich für &quot;heiße Luft&quot;. Immerhin, wir beschäftigen uns alle mit verschiedenen Themen und lernen in jedem Bereich dazu. Keiner erwartet, dass vollständige Barrierefreiheit erreicht wird (Behinderung bringt eben Einschränkungen mit sich), aber die Behauptung, etwas sei barrierefrei, etwas als &quot;barrierefrei&quot; zu verkaufen oder sogar Barrierefreiheit mit irgendeinem Widget zu begründen - dagegen muss man sich immer wieder wehren. Barrierefreiheit bleibt ein Ziel und kein Zustand.

6. Die Probleme der Hilfsmittel ist sicher nicht so schlimm wie die Unterstützung von Standards von Netscape 4. Zunächst sind die Screenreaderhersteller darauf aus, die Nutzbarkeit der Mehrzahl der Seiten überhaupt zu ermöglichen. Diese sind leider nicht barrierefrei ... Und Standards unterstützen sie mehr als hier der Eindruck entsteht. Tabellen müssen natürlich im Tabellenmodus gelesen werden, ansonsten kommt natürlich Schrott raus. 

6. Und zum gesellschaftlichen Anspruch sei noch zu sagen, dass es nicht erst seit der BITV grundlegende Änderungen weltweit gibt. Es sind die Gesetze, es sind Fördergelder, es ist der politische Wille, Behinderte in der Gesellschaft zu integrieren. Insofern spielt Moral hier eine geringe Rolle und die Diskussion wird auf ein Nebengleis verlegt. Nein, wer die Zeichen der Zeit nicht sehen will, der sucht andere Argumente, die höchstens vom Thema ablenken sollen. Vielleicht sieht das in anderen Ländern und zu anderen Zeiten anders aus, aber im hier und jetzt hat die Barrierefreiheit seine Auswirkung noch gar nicht richtig entfaltet.

7. Und was die Kernaussage ist, wurde hier leider nicht erwähnt: Barrierefreiheit bedeutet eine Gebrauchstauglichkeit vor dem Hintergrund einer Behinderung. Mit keinem Wort will ich das auf Behörden beschränken - in diesem Blogeintrag entsteht jedoch dieser Eindruck.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die auseinandersetzung mit der Barrierefreiheit im Web finde ich wichtig und hier auch durchaus lobenswert. Allerdings fühle ich mich durchaus missverstanden. Deswegen möchte ich zumindest in Stichpunkten meine Ansichten verdeutlichen:</p>
<p>1. In meinem Beitrag auf der Accessibility Blog Parade habe ich zunächst die Definition der Barrierefreiheit vorgestellt. Dabei ging es mir insbesondere um zwei Punkte: Um mit einer &#8220;Barriere&#8221; konfrontiert zu sein, ist man nach der Definition jemand mit einer Behinderung. Außerdem wollte ich darauf hinweisen, dass die Zugänglichkeit nur ein Teil der Definition ist. Über die Zugänglichkeit hinaus kommt die Nutzbarkeit u.v.m. </p>
<p>2. Im Blog von Stefan Blanz wurde u.a. auf die Abgrenzung Nicht-Behinderter eingegangen. Beispiele wie &#8220;Rot-Grün-Blindheit&#8221; oder &#8220;Gicht&#8221; wurden genannt &#8211; Beispiele, die nicht von der Barrierefreiheit abgedeckt seien. Nun, einerseits stimmt das, weil diese Einschränkungen nicht als Behinderung gelten, aber andererseits sind die tatsächlichen Einschränkung auch von den Richtlinien zur Barrierefreiheit (z.B. BITV) abgedeckt. Aus meiner Sicht gibt es da keinen Widerspruch und ich kenne kein Szenario, wo die Umsetzung der Barrierefreiheit einen anderen Nutzer ausgeschlossen hätte.</p>
<p>3. Mein Ansatz ist sicher nicht die exakte Zuordnung der Barrierefreiheit auf die Gruppe der Behinderten. Ich meine, wenn wir über das Thema sprechen, dann sind die Fähigkeiten und Möglichkeiten behinderter Nutzer in den Vordergrund zu stellen. Es bringt nichts über Barrierefreiheit zu sprechen und, um beim Beispiel in 2. zu bleiben, von jemand mit einer Gicht auszugehen. Nein, es sind Sehbehinderte, Gehörlose, Mobilitätseingeschränkte, Menschen mit Lernschwierigkeiten und natürlich auch Blinde, die im Vordergrund stehen.</p>
<p>4. Zum Begriff der Barrierearmut &#8211; das habe ich bei Jens geschrieben &#8211; fehlt mir die Messlatte. Ist das ein valider Tabellenlayout (ja, die Validität ist immer noch eine Bedingung der Barrierefreiheit) oder ist das &#8220;barrierefrei nach dem aktuellen Stand der Technik&#8221;? </p>
<p>5. Die pointierte Aussage, man brauche sich mit einem Absolutheitsanspruch und der Erfordernis nach pragmatischen Lösungen dann gar nicht mehr mit der Barrierefreiheit zu beschäftigen, halte ich für &#8220;heiße Luft&#8221;. Immerhin, wir beschäftigen uns alle mit verschiedenen Themen und lernen in jedem Bereich dazu. Keiner erwartet, dass vollständige Barrierefreiheit erreicht wird (Behinderung bringt eben Einschränkungen mit sich), aber die Behauptung, etwas sei barrierefrei, etwas als &#8220;barrierefrei&#8221; zu verkaufen oder sogar Barrierefreiheit mit irgendeinem Widget zu begründen &#8211; dagegen muss man sich immer wieder wehren. Barrierefreiheit bleibt ein Ziel und kein Zustand.</p>
<p>6. Die Probleme der Hilfsmittel ist sicher nicht so schlimm wie die Unterstützung von Standards von Netscape 4. Zunächst sind die Screenreaderhersteller darauf aus, die Nutzbarkeit der Mehrzahl der Seiten überhaupt zu ermöglichen. Diese sind leider nicht barrierefrei &#8230; Und Standards unterstützen sie mehr als hier der Eindruck entsteht. Tabellen müssen natürlich im Tabellenmodus gelesen werden, ansonsten kommt natürlich Schrott raus. </p>
<p>6. Und zum gesellschaftlichen Anspruch sei noch zu sagen, dass es nicht erst seit der BITV grundlegende Änderungen weltweit gibt. Es sind die Gesetze, es sind Fördergelder, es ist der politische Wille, Behinderte in der Gesellschaft zu integrieren. Insofern spielt Moral hier eine geringe Rolle und die Diskussion wird auf ein Nebengleis verlegt. Nein, wer die Zeichen der Zeit nicht sehen will, der sucht andere Argumente, die höchstens vom Thema ablenken sollen. Vielleicht sieht das in anderen Ländern und zu anderen Zeiten anders aus, aber im hier und jetzt hat die Barrierefreiheit seine Auswirkung noch gar nicht richtig entfaltet.</p>
<p>7. Und was die Kernaussage ist, wurde hier leider nicht erwähnt: Barrierefreiheit bedeutet eine Gebrauchstauglichkeit vor dem Hintergrund einer Behinderung. Mit keinem Wort will ich das auf Behörden beschränken &#8211; in diesem Blogeintrag entsteht jedoch dieser Eindruck.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Siegfried</title>
		<link>http://pookerart.de/wordpress/?p=14&#038;cpage=1#comment-140</link>
		<dc:creator>Siegfried</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Oct 2007 10:23:52 +0000</pubDate>
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		<description>Ich kann Dir da ebenfalls nur zustimmen. Auch wenn ich der Meinung bin, dass man durchaus nach Barrierefreiheit streben sollte. Erreichen wird man das nie. Etwas ausführlicher habe ich dazu bei mir geschrieben: http://www.rorkvell.de/news/2007/ar1021T101637</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich kann Dir da ebenfalls nur zustimmen. Auch wenn ich der Meinung bin, dass man durchaus nach Barrierefreiheit streben sollte. Erreichen wird man das nie. Etwas ausführlicher habe ich dazu bei mir geschrieben: <a href="http://www.rorkvell.de/news/2007/ar1021T101637" rel="nofollow"></a><a href='http://www.rorkvell.de/news/2007/ar1021T101637'>http://www.rorkvell.de/news/2007/ar1021T101637</a></p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Stefan David</title>
		<link>http://pookerart.de/wordpress/?p=14&#038;cpage=1#comment-138</link>
		<dc:creator>Stefan David</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Oct 2007 20:30:27 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://pookerart.de/wordpress/?p=14#comment-138</guid>
		<description>So sehr ich Jan Erics Meinung respektiere, kann ich mich jedoch dem pragmatischen Ansatz von Jens und dir nur anschließen.

Komplette Barrierefreiheit zu fordern ist als Utopie zum Scheitern verurteilt und kann auch durch gesetzliche Vorgaben nicht erreicht werden. Möglichst weitgehende Barrierearmut ist zumindest erstrebenswert, weil real umsetzbar.

Du hast das mal wieder in gewohnter Knappheit zusammengefasst ;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>So sehr ich Jan Erics Meinung respektiere, kann ich mich jedoch dem pragmatischen Ansatz von Jens und dir nur anschließen.</p>
<p>Komplette Barrierefreiheit zu fordern ist als Utopie zum Scheitern verurteilt und kann auch durch gesetzliche Vorgaben nicht erreicht werden. Möglichst weitgehende Barrierearmut ist zumindest erstrebenswert, weil real umsetzbar.</p>
<p>Du hast das mal wieder in gewohnter Knappheit zusammengefasst <img src='http://pookerart.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
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