Kategorie-Archiv: Kunstvermittlung

Emoticons, Emojis & Florian Kuhlmann

Über einen Retweet im twitter-account von Annekathrin Kohout wurde ich heute aufmerksam auf ein sehr interessantes Interview mit dem Künstler Florian Kuhlmann, unbedingte Leseempfehlung!

Ich will mich hier gar nicht zu den Aspekten seiner Kunst äußern, die ich noch nicht kannte und überaus inspirierend ist, mir fiel dabei nur ein, dass ich 2007 bei der Erstellung eines Buchexposés für ein geplantes, umfangreiches Praxisbuch zur Ölmalerei einen Text zur Bildwahrnehmung formuliert hatte, der auch einen längeren Absatz zu den Emoticons beinhaltete, die mittlerweile zu Emojis wurden, bzw. parallel zu ihnen existieren.

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Kunst: verwaltet, vermittelt, verwertet … Fragezeichen?

Vor gut einem Jahr, im März 2015, erschien in der ZEIT ein Artikel des Kunstwissenschaftlers Prof. Dr. Wolfgang Ullrich mit dem Titel „Stoppt die Banalisierung“ zum Thema Museumspädagogik in Kunstmuseen. Ich bin erst vor wenigen Tagen über ein Blog darauf aufmerksam geworden. In einem anderen Blog antwortete Lisa-Katharina Förster mit dem interessanten Artikel „Wem gehört die Kunst?“, zu dem es dann eine rege Diskussion gab, an der sich auch Ullrich beteiligte.

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Kunst der Massen, Kunst der Eliten

Ein Unbehagen geht um im gehobenen Bildungsbürgertum. In den Bibliotheken wird darüber gesprochen, ein Flüstern in Lese- und Musikzimmern, lautstarke Proteste in den Westkurven der Museums-Cafés, Diskussionen während einer Vernissage. Überall scheint er gegenwärtig zu sein, der Geschmacksgulag der Massen: Leonardos Gioconda auf Untersetzern für Schnapsgläser, Raffaels sixtinische Putten auf Schanayas Schlabberlätzchen, Impressionisten auf den Skatkarten der Dorfkneipe und Picassos blauer Harlekin auf dem Gäste-WC der Reingungskraft – ganz zu schweigen von der Gossifizierung der Kunst bei IKEA und in den Baumärkten. Im Fernsehen wartet gar der Leibhaftige mit Minipli höchstersönlich auf die armen Seelen, Bob Ross als Endloswiederholung in Farbe, und so etwas hätte es früher ja nicht gegeben.

Was sich hier – etwas unfair, das ist wahr – wie die übertriebene Darstellung eines narzistisch gewürzten Hochmuts liest, beruht auf dem verbreiteten Unverständnis kulturell gebildeter Menschen gegenüber den unterschiedlichen Auffassungen zum Begriff Kunst innerhalb der Gesellschaft.

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